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Smartes Türschloss statt traditioneller Schließanlage

Das Schloss öffnet sich automatisch, wenn sich der Inhaber dem Laden nähert

Das Schloss öffnet sich automatisch, wenn sich der Inhaber dem Laden nähert

Bei Urban/Soup können sich hungrige Münchner in dem stilvoll eingerichteten Laden in Fußweite des Viktualienmarkts mit leckeren Suppen stärken. Wie bei jedem Einzelhändler und Gastronom gilt auch hier: Der Laden muss pünktlich geöffnet werden. Doch die Schlüsselübergabe ist manchmal aufwendig oder schwierig zu organisieren. Aus diesem Grund haben sich die Betreiber für ein smartes Schließsystem entschieden, das ohne Schlüssel auskommt. Denn das Smart Lock des österreichischen Unternehmens Nuki eignet sich speziell für Innen-, Verbindungs- sowie Etagentüren, die es mit dem Smartphone oder einer Smart Watch ganz automatisch öffnet.
Genuss und Nachhaltigkeit gehen bei Urban/Soup in München Hand in Hand. Die Suppen aus hochwertigen Zutaten werden im Glas serviert und können einfach getrunken werden, dazu gibt es Brot und als Dessert einen Apfel. So entsteht auch kein Verpackungsmüll. Klassiker wie Kartoffelsuppe und Linseneintopf bekommen hier einen modernen Twist: Zur Wahl stehen täglich frisch gekochte Kreationen wie Smoky Vienna und Himalaya Dhal.
Zur Öffnung ihrer modernen Suppenbar setzten die Betreiber Tim Maiwald und Daniel Schmel zunächst auf ein traditionelles Schließsystem. Im täglichen Arbeitsalltag mit wechselnden Schichten zeigte sich jedoch schnell, dass vor allem die Schlüsselübergabe aufwendig war – speziell wenn mit Aushilfen gearbeitet wird. Auf der Suche nach einer modernen Schließanlange wurden die Betreiber von Urban/Soup auf die Lösung des Grazer Unternehmens Nuki aufmerksam, das 2015 nach erfolgreicher Kickstarter-Kampagne ein smartes Türschloss mit permanenter Internetverbindung auf den Markt gebracht hat.
Nach erfolgreicher Installation konnte das Smart Lock schon nach kurzer Zeit den Arbeitsalltag der jungen Inhaber deutlich vereinfachen. „Zu unserem Motto ‚Simplify urban Life‘ passt ein Leben ohne Schlüssel perfekt“, sagt T. Maiwald. Das smarte Türschloss fügt sich dank des minimalistisch Aluminiumdesigns auch optisch in die Ladeneinrichtung im Industrial Style ein. „Im Zusammenspiel mit einer Bridge habe ich zudem den vollen Onlinezugriff und kann die Eingangstür sogar von zu Hause aus öffnen und schließen – das macht es noch sicherer und komfortabler.“ Der physische Schlüssel, die zeitaufwendige Übergabe und damit verbundene Probleme wie Kosten oder Verlust geraten so zunehmend in Vergessenheit.
Einfache Installation
Technische Vorkenntnisse oder Handwerkerarbeiten sind nicht erforderlich, wenn ein Smart Lock verwendet wird, das ohne Umbau des Zylinders funktioniert. „Schon die Installation war ganz einfach“, erzählt T. Maiwald. „Wir haben das Smart Lock an der Innenseite der Ladentür auf das bereits vorhandene Schloss aufgesetzt und an den Zylinder geklemmt. Das dauerte gerade mal ein paar Minuten. Dann haben wir nur noch die App heruntergeladen.“
In Kombination mit der App, die für iOS und Android erhältlich ist, wird das Smart Lock eingerichtet und ist so in wenigen Minuten betriebsbereit. Das Schloss öffnet sich über Bluetooth dank der Auto-Unlock-Funktion automatisch, wenn sich der Inhaber dem Laden nähert – das Smartphone kann er dabei in der Tasche lassen.
Die Ladenbesitzer haben sich für den Einsatz einer Bridge entschieden, um so neben der Steuerung per Bluetooth auch Onlinezugriff auf ihr Türschloss zu haben. Auch der physische Schlüssel kann problemlos weiterverwendet werden, sofern das Türschloss mit der Not- und Gefahrenfunktion versehen ist. Diese besagt, dass von außen ganz normal aufgeschlossen werden kann, auch wenn von innen ein Schlüssel steckt – Grundvoraussetzung für die Funktion eines smarten Türöffners und generell ein wichtiger Sicherheitsaspekt für Notfälle.
Online-Plattform zur Verwaltung
Eine clevere Ergänzung bietet die desktopbasierte Schlüssel-und Berechtigungsvergabe Nuki Web: Sie ermöglicht die einfache und übersichtliche Verwaltung eines oder mehrerer installierter Smart Locks. So bleibt auch bei vielen Mitarbeitern oder beim Einsatz von mehreren Schlössern jederzeit im Blick, wer die Tür wann geöffnet und geschlossen hat. Bis zu 100 Zutrittsberechtigungen können pro Smart Lock vergeben werden. Diese lassen sich in Echtzeit erteilen und wiederrufen – das ist besonders praktisch bei wechselndem Personal.
Auch die Möglichkeit, zeitlich begrenzte Zutrittsberechtigungen zu erteilen, sorgt für einen besseren Überblick. So erhält beispielsweise die Putzkraft einen genauen Zeitslot, in dem sie den Laden betreten kann. Für den Fall, dass ein Mitarbeiter den Laden pünktlich öffnen soll, aber sein Smartphone zum Entriegeln des Schlosses vergessen hat, können die Betreiber die Tür online entsperren, selbst wenn sie gerade im Urlaub sind. War es früher ein kostspieliger Albtraum, wenn ein Schlüssel verloren ging und eine ganze Schließanlage getauscht werden musste, erweist sich die Nuki-Lösung auch in diesem Fall kostengünstig. „Falls ein Mitarbeiter sein Smartphone verliert, wird kurzerhand die Zutrittsberechtigung gelöscht“, erklärt T. Maiwald.
Öffnung auch ohne Smartphone
Auch Personen, die kein Smartphone haben, müssen nicht zum Schlüssel greifen. Sie können die Tür einfach per Knopfdruck mit dem stoß- und spritzwassergeschützten Bluetooth Fob öffnen. Vor allem für Einzelhändler mit vielen Filialen ist das ein praktisches Tool: Ein Fob kann für bis zu 100 Smart Locks berechtigt werden. Die Batterie des Fobs ist auf eine Lebensdauer von zehn Jahren ausgelegt. Die Batterien im Smart Lock zeigen in der App zuverlässig an, wenn sie ausgetauscht werden müssen. Ihre Lebensdauer ist abhängig von der Anzahl der Schließ- und Öffnungsvorgänge.
Bleibt noch die wichtige Frage nach der Sicherheit: Beim Anbieter Nuki nimmt man dieses Thema sehr ernst, da die Eingangstür ein besonders sensibler Bereich ist. Die Lösung ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei der Datenübertragung. Damit die per Bluetooth übertragenen Daten stets sicher vor Cyber-Angreifern sind, werden sie bereits vor der Übertragung von der App verschlüsselt. Erst die bereits verschlüsselten Daten werden dann per Bluetooth übertragen und im Türschloss wieder entschlüsselt.
Fazit
T. Maiwald von Urban/Soup hat das smarte Türschloss bereits für den geplanten Ausbau seines Filialsystems fest eingeplant. „Derzeit fahren wir noch zweigleisig, was mit Nuki auch problemlos möglich ist. Aber unser Ziel ist es, den mechanischen Schlüssel komplett abzuschaffen“, so sein Fazit.
www.nuki.io

Autorin:
Clarissa Morales ist Head of Marketing & PR bei der Nuki Home Solutions GmbH in Graz/Österreich.