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EnEV 2014: Elektrofachbetriebe sind als Experten gefordert

Mit Inkrafttreten der EnEV 2014 (Energieeinsparverordnung) zum 1. Mai hat die Gebäudeautomation einen neuen Stellenwert in der Energiewende. Die Automatisierung von Gewerken ist erstmals verbindlicher Bestandteil der energetischen Bewertung eines Gebäudes und Voraussetzung für einen Energieausweis. Dieser bestimmt künftig auch den Verkaufswert eines Gebäudes. 2016 verschärfen sich die Anforderungen an einen reduzierten Energiebedarf nochmals um 25 %.
„Es ist höchste Zeit, dass sich Gebäudeeigner, Facility Manager und die Elektrobranche mit den Möglichkeiten der Gebäudeautomation auseinandersetzen“, sagt Graham Martin, Chairman der Enocean Alliance. „Besonders für das Elektrohandwerk liegt in der EnEV die Chance, sich als Experte zu positionieren. Aber eben auch die Gefahr, die Entwicklung zu verpassen.“
Die EnEV 2014 stellt erstmals auch Fragen zum Automationsgrad eines Gebäudes und beeinflusst somit die Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs. Damit gilt: Kein Energieausweis ohne Berücksichtigung der Gebäudeautomation. Mit der Verschärfung der EnEV 2014 zum 01. Januar 2016 wird die Gebäudeautomation zum essentiell notwendigen Bestandteil moderner Gebäude.
„Wer sich nicht frühzeitig mit dem Zusammenhang zwischen Automation und EnEV befasst, vergibt wertvolle Möglichkeiten und mindert womöglich den Wert seines Gebäudes“, so G. Martin weiter. „Vor allem die Elektrobranche muss sich ab sofort mit den Begrifflichkeiten der EnEV sowie den verschiedenen Automationstechnologien befassen, denn die Richtlinie gibt keine detaillierten Methoden vor.“
„Dafür müssen sich Fachbetriebe aus ihrem traditionellen Denken lösen und sich mit modernen Technologien der Gebäudeautomation auseinandersetzen. Denn die klassischen Lösungen sind oft zu kostenintensiv und stoßen schnell an ihre Grenzen. Vor allem Funklösungen sind eine wichtige Option, um die Vorgaben der EnEV zu erfüllen“, erklärt G. Martin.