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Die Zukunft der Lichttechnologie

Auch Mastaufsatzleuchten werden zunehmend mit energiesparender LED-Technik ausgerüstet

Die Leuchte HA 10 LED für Industriehallen

Glühlampe ade! Seit dem 1. September 2012 werden nur noch Lagerbestände des ausgedienten Leuchtmittels EU-weit verkauft. Alternativen wie die Energiesparlampe werden aufgrund des Quecksilbergehalts und den damit verbundenen umwelttechnischen Risiken, der Schalthäufigkeitsabhängigkeit und dem Lichtstromanlauf oft nur als Übergangslösungen betrachtet. Gefordert sind energieeffiziente, effektive, umweltfreundliche und gleichzeitig robuste Lösungen. Industrie und Lichtexperten sind sich einig: Das Leuchtmittel der Zukunft heißt LED.
Ob in modernen Full-HD-Fernsehern, in Smartphones oder in Autos – die LED-Technologie hat sich längst in den verschiedensten Märkten etabliert. Vorteile, wie die längere Lebensdauer, größere Robustheit, bessere Energieeffizienz sowie geringer Verschleiß, sind nicht von der Hand zu weisen. Viele Experten sehen daher in der Leuchtdiode den Trend der Zukunft. Insbesondere die Industrie nähert sich der LED-Technologie immer mehr an. „Aktuell sind LED-Produkte kostenintensiver als konventionelle Leuchtmittel. Doch viele Industriezweige führen gegenwärtig Berechnungen durch, nach wie viel Jahren sich eine Umrüstung auf LED amortisiert. Und diese ist bereits in den meisten Fällen nach zwei Jahren gegeben, sodass aktuell viele Unternehmen mit den Installationen beginnen“, erklärt Dietmar Kegler, Geschäftsführer der Kandem Leuchten GmbH.
Qualität und Robustheit gewünscht
Speziell in der Industrie sind qualitativ hochwertige als auch robuste Produkte, oft auch kundenindividuelle Lösungen gefordert, die schnell geliefert werden müssen. Viele Hersteller sehen sich den steigenden hohen Anforderungen allerdings nicht gewachsen, sodass die gewünschte Produktlösung nicht zeitgerecht zur Verfügung gestellt werden kann. Alternative Billigimporte mit der damit verbundenen schlechten Qualität und der fehlenden Produktsicherheit sind ebenfalls ein Grund, weswegen viele Unternehmen sich vor einer Umrüstung scheuen. Ein „Lichtblick“ für aufwendige LED-Installationen kommt aus Diez an der Lahn: Sonderlösungen und Projektgeschäfte gehören zum Standard-Portfolio der Kandem Leuchten GmbH, einem der ältesten Leuchtenhersteller Deutschlands. Heute fertigt und liefert das Unternehmen Beleuchtungskörper für nahezu jeden Anwendungsbereich in Büros, Verwaltungsgebäuden, Sportstätten sowie für den Handel und die Industrie im Innen- und Außenbereich. Dabei steht Qualität immer im Vordergrund. Diese beginnt schon im Herstellungsprozess, bei dem beispielsweise viel Wert auf das sogenannte Binning gelegt wird. Denn bei der Produktion der LED-Produkte kann es im Herstellungsprozess kleine Abweichungen in der Farbtemperatur und in den Helligkeitswerten geben, die das menschliche Auge sofort erkennt. Daher ist es notwendig eine Klassifizierung vorzunehmen und die Dioden in sogenannte Bins einzuteilen, also Gruppen unterschiedlicher Lichtfarben. „Je feiner das Binning im Herstellungsprozess ist, desto genauer ist letztendlich die Qualität der Beleuchtung verbunden mit der einheitlichen Qualität der Lichtfarbe“, so D. Kegler. „Die hohe Qualität basiert auch auf unserer Kooperation mit Markenherstellern, wie Philips, die uns Dioden und Systeme zur Verfügung stellen, die wir anschließend in unseren voll automatisierten Prozessen verwenden“, so D. Kegler weiter.
Vielfältige Anwendungsbereiche
Die Anwendungsgebiete der LED-Lösungen in der Industrie sind vielfältig – beispielsweise kommen die Leuchtmittel in Fertigungsstraßen zum Einsatz, in Hallenleuchten oder auch in den Büros der Mitarbeiter. In diesen Umgebungen zeigen sich bereits die ersten Vorteile der LED. Denn diese kommen mit rund der Hälfte der Energieaufnahme aus. Zudem haben LED im Schnitt eine doppelt solange Lebensdauer (50.000 h) wie herkömmliche Lampen. Demzufolge sind auch die Gesamtkosten geringer, da die Produkte seltener gewartet werden müssen. „Die Folge sind geringere Stromkosten am Ende des Jahres. Diese werden allerdings nicht nur durch die LED selbst erzielt. Bedingt durch die geringere Wärmeabstrahlung der LED reduzieren sich die Einstellungen der Klimaanlagen, was sich ebenfalls in den Kosten niederschlägt“, so D. Kegler. In Fertigungshallen kommt zudem die Vibrationsfestigkeit der LED zum Tragen. Denn diese ist durch ihre Konstruktion weniger empfindlich als konventionelle Lampen, da der Aufbau aus wenigen, diskreten Bauelementen besteht, die in einem qualifizierten Herstellungsprozess optimal verbunden werden. „In der Praxis sind Defekte nahezu nie zu verzeichnen. Daher sind LED prädestiniert für robuste Industrieumgebungen und anspruchsvolle Anwendungen“, erklärt der Geschäftsführer weiter. Und dies kann sich rechnen: Stattet der Unternehmer seine Fertigungsstraße mit robusten und langlebigen LED aus, kommt es in der Praxis zu weniger Stillstandzeiten in der Produktion. Denn sobald ein Band aufgrund einer defekten Lampe stillsteht, verursacht dies hohe Kosten durch Produktionsausfälle. Aufgrund dieses Arguments stattete Kandem im Jahr 2012 die Fertigungsstraßen des Konsumgüterherstellers Henkel mit LED-Technik aus.
Geringe Wärmeabstrahlung und Lichtspiele
Doch nicht nur in der Fertigung von Industriezweigen kommen die LED-Produkte zum Einsatz: Im Jahr 2013 wurden bei den Cash- und Carry-Märkten des Großhandelsunternehmens Selgros die konventionellen Hallenreflektorleuchten gegen LED bestückte Reflektorleuchten getauscht. Auch beim Haushaltsgerätehersteller Elektrolux sowie beim Telekommunikationsspezialisten Rose Netztechnik wurden für den täglichen Betrieb die Büros mit LED-Produkten von Kandem ausgestattet. Auch im Rahmen von Shop-Beleuchtungen zeigen LED ihre Vorteile. So profitieren die Mitarbeiter und die Kunden sowohl von der geringeren Wärmeabstrahlung als auch von weniger UV-Abstrahlung. Durch die RGB-LED lassen sich attraktive, Aufmerksamkeit erregende und interessante Farbveränderungen per Knopfdruck darstellen. Ein aktuelles Projekt wurde von Kandem im Frühjahr 2013 bei T-Mobile realisiert. In rund 800 Shops wurden LED-Downlights verbaut, um oben genannte Optimierungen, Modernität und Attraktion für das Unternehmen zu erreichen. Der Reseller-Bereich profitiert bei einer LED-Umrüstung auch von einem weiteren Vorteil: Gegenüber herkömmlichen Leuchten sind bei den Leuchtdioden auch geringere Lichtverluste zu verzeichnen. Denn bei normalen Leuchten gehen die Lichtstrahlen nicht gezielt nach unten, sondern in alle Richtungen. Mittels eines Reflektors ist es möglich das Licht komplett nach unten zu reflektieren. „Mit Reflexionen hat man allerdings immer Lichtverluste. Eine LED, beispielsweise in Form eines Downlight, strahlt gerade nach unten. Es entstehen somit keine Lichtverluste und damit steigt der Leuchtenbetriebswirkungsgrad“, erklärt D. Kegler.
Repräsentativ und am Puls der Zeit
„Der Trend hat die Industrie und den Alltag bereits durchdrungen und die Produkte werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Zudem werden LED immer mehr zu repräsentativen Objekten, denn die Dioden haben den Ruf innovativ, modern und umweltfreundlich, sprich am Puls der Zeit zu sein. Daher sehe ich künftig viele neue Anwendungsbereiche für die LED und wir sind tagtäglich gefordert neue Ideen zu entwickeln“, so der Ausblick von D. Kegler .
www.dr-fischer-group.com
Kandem in der Geschichte
Das Unternehmen blickt auf eine lange Lebenslinie zurück: Max Körting und Wilhelm Mathiesen gründeten am 1. August 1889 die offene Handelsgesellschaft Körting & Mathiesen, die bald darauf unter dem internationalen Warenzeichen Kandem firmierte. Intensive Forschung und Entwicklung in firmeneigenen Laboratorien machten die Firma vor dem Nationalsozialismus zu einem der größten Leuchtenhersteller Europas. Nach dem Krieg erfolgten die Demontage der Werksanlagen und die Enteignung. 1948 gründete Fritz Körting die Kandem – Apparate- und Leuchtenbau GmbH mit Sitz in Limburg an der Lahn. Im Jahre 2001 wurde das Unternehmen Teil der Dr. Fischer Gruppe. Kandem ergänzt die Gruppe mit seiner Spezialisierung und Kompetenz im Leuchtenbau. Zur größten Stärke der Gruppe zählen maßgeschneiderte, anwenderbezogene Sonderapplikationen und Komplettlösungen. LED-Produkte werden aktiv seit 2006 vermarktet. Eine besondere Kooperation besteht zu der Dr. Fischer LED GmbH, mit der gemeinsam neue innovative Lösungen für die zukunftsträchtige LED-Technologie entwickelt und in den Leuchten verbaut werden.

Autor:
Martin Farjah, Medienwissenschaftler M.A., ist PR-Berater bei der Braunschweiger PR-Agentur Profil Marketing.

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