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Hochdruck-Quecksilberdampflampe ade

Betriebe, die noch Hochdruck-Quecksilberdampflampen verwenden, sollten bald umrüsten (Foto: licht.de)

Neues Licht für Industriehallen: Das Aus für die Hochdruck-Quecksilberdampflampe (HQL) schafft Handlungsbedarf in deutschen Betrieben. Denn längst nicht alle Industrie- und Gewerbeunternehmen haben bereits auf effiziente und umweltfreundliche Beleuchtung umgerüstet. Nach den EU-Vorgaben zur Ausphasung ineffizienter Geräte trifft es ab April 2015 nun die HQL – und das bedeutet, bei einem Ausfall müssten die Leuchten komplett ersetzt werden, denn sie sind nicht mit anderen Lampen kompatibel. Als Alternativen kommen LED, T5-Leuchtstoff- oder Halogenmetalldampflampen infrage. Die Brancheninitiative licht.de empfiehlt, auf effiziente, langlebige LED-Beleuchtung umzustellen und das Gebäudelicht nachhaltig zu sanieren. Beim Wechsel einer alten Anlage auf LED-Beleuchtung und Lichtmanagement sind bis zu 80 % Einsparung möglich.
LED: robuste Stromsparer
Warum LED? Die Dioden sind besonders gut für die vielfältigen Anforderungen in Industrie und Handwerk geeignet. Sie sind vibrationsunempfindlich, leuchten sofort und flackerfrei, halten viele Tausend Stunden und müssen erst nach langer Zeit wieder gewechselt werden. Neben der drastischen Stromersparnis punkten LED auch mit niedrigen Wartungskosten. „Die Umstellung auf effiziente LED-Beleuchtung rechnet sich bereits nach überschaubarer Zeit“, sagt Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer von licht.de.
Besseres Licht für besondere Aufgaben
Ob in der Produktion, im Lager oder im Außenbereich – die Sehaufgaben in der Industrie sind vielfältig und die Beleuchtung muss elektrischen, termischen und mechanischen Belastungen standhalten. Je nach Tätigkeit sollte die Innenbeleuchtung zwischen 300 Lux und 1.500 Lux betragen, im Lager reichen mitunter auch nur 20 Lux. Dabei sind die erforderlichen Schutzklassen und -arten zu beachten. Diese sind festgehalten in den lichttechnischen Anforderungen für Arbeitsstätten, normiert in DIN EN 12464-1, und in den für Industrie und Handwerk geltenden Arbeitsstättenrichtlinien ASR.
„Grundsätzlich sollte ergonomisch richtiges Licht blendfrei sein und eine sehr gute Farbwiedergabe aufweisen. Bewährt hat sich neutral- oder tageslichtweißes Licht“, führt J. Waldorf aus. Bei der Leuchtenwahl unterscheidet man nach Deckenhöhe: Bei über 6 m sind Hallenspiegelleuchten angebracht. Darunter sind breit und tief strahlende Lichtbänder für die Allgemeinbeleuchtung eine gute Wahl; diese sollten in Reihen parallel zur Hauptblickrichtung installiert werden.