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Effizient und sicher schalten

Der leistungsstarke Schaltaktor der Serie 19 für den KNX-Bus kann an seinen sechs Relaisausgängen jeweils 16 A bei AC 250 V schalten

Der leistungsstarke Schaltaktor der Serie 19 für den KNX-Bus kann an seinen sechs Relaisausgängen jeweils 16 A bei AC 250 V schalten

Digitale Wochenzeitschaltuhr 12.62 mit zwei Wechslern

Digitale Wochenzeitschaltuhr 12.62 mit zwei Wechslern

Zeitrelais komfortabel per Smartphone programmieren

Zeitrelais komfortabel per Smartphone programmieren

Mit Bluetooth-/Dali- oder KNX-Schnittstellen für alle Anwendungen geeignet: Bewegungs- und Präsenzmelder der Serie 18 (Typ 18.51)

Mit Bluetooth-/Dali- oder KNX-Schnittstellen für alle Anwendungen geeignet: Bewegungs- und Präsenzmelder der Serie 18 (Typ 18.51)

Mit neuen digitalen Zeitschaltuhren sowie Bewegungs- und Präsenzmeldern hat Finder kürzlich sein Produktportfolio für die Gebäudetechnik erweitert. Im Gespräch mit der Redaktion der building & automation erläutert Manfred Cloot, Leiter Technik der Finder GmbH, die Eigenschaften der Produktneuheiten.

Herr Cloot, Sie haben das Angebot für die Gebäudetechnik deutlich ausgebaut. Welche neuen Produkte zählen Sie zu den Highlights?
M. Cloot: In der Tat haben wir in letzter Zeit eine Menge Produktinnovationen für den Gebäudebereich vorgestellt. Dazu gehören unter anderem Bewegungs- und Präsenzmelder mit Dali-, Bluetooth oder KNX-Schnittstelle, KNX-Schaltaktoren sowie digitale Zeitschaltuhren.

Können Sie kurz erläutern, wodurch sich die digitalen Zeitschaltuhren auszeichnen?
M. Cloot: Wir beobachten aufmerksam die Entwicklung neuer Technologien und die raschen Veränderungen in der Welt der Elektronik. Aufbauend auf dem Erfolg der Anfang 2015 eingeführten Zeitschaltuhren 12.51 und 12.81 haben wir nun diese Serie um vier weitere neue Zeitschaltuhren mit NFC-Funktion erweitert. Bei den Neuheiten handelt es sich um zwei Zeitschaltuhren mit Astrofunktion 12.A1 und 12.A2 (jeweils mit ein oder zwei Wechslern) und zwei digitale Wochenzeitschaltuhren 12.61 und 12.62 (jeweils mit ein oder zwei Wechslern) mit minutengenauer Auflösung.

Welche Besonderheiten bieten die digitalen Wochenzeitschaltuhren?
M. Cloot: Die Typen 12.61 und 12.62 eignen sich für ­wiederkehrende Schaltaufgaben zu bestimmten Zeiten an bestimmten Tage in der Woche. Zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten sowie Impulssteuerung mit Zeiten von 1 Sekunde bis 59 Minuten wird damit einfach und komfortabel möglich. Eine Besonderheit ist die Astro-Funktion.

Was bringt diese Funktion mit sich?
M. Cloot: Die Zeitschaltuhren mit Astrofunktion, Type 12.A1 und 12.A2, sind in der Lage, Sonnenaufgang/Sonnenuntergangszeit anhand der Standortkoordinaten (Breiten- und Längengrad) zu berechnen. Das nennt man astronomisch gesteuertes Ein- und Ausschalten. Die Einstellung der Ortskoordinaten ist für die meisten europäischen Orte einfach über die Postleitzahl wählbar. Möglich ist auch ein vorzeitiges oder verzögertes Schalten im Verhältnis zu der astronomischen Schaltzeit um bis zu 90 min in 1-min-Schritten.

Was hat es mit der neuen NFC-Funktion auf sich?
M. Cloot: Dank der NFC-(Near-Field-Communication-)Funktion und der App „Finder Toolbox“ können Anwender die Zeitschaltuhren mit einem NFC-fähigen Smartphone programmieren.

Der Smartimer der Serie 84: Das digitales Zeitrelais bietet hohe Flexibilität

Der Smartimer der Serie 84: Das digitales Zeitrelais bietet hohe Flexibilität


Wie funktioniert die Programmierung genau?
M. Cloot: Die Programmierung der Geräte ist jetzt einfacher und macht noch mehr Spaß. Die neuen Versionen können im „Classic“-Modus mit dem Joy-Stick oder im „Smart“-­Modus mithilfe von Smartphones über NFC-Vernetzungstechnologie programmiert werden. Sobald Anwender die App „Finder Toolbox“ heruntergeladen und installiert ­haben, können sie ein bestehendes Zeitschaltprogramm lesen oder das Gerät mit maximaler Flexibilität programmieren, die kleinsten Details ändern und das Zeitschaltprogramm direkt auf dem Smartphone speichern. Zur Datenübertragung zwischen dem Smartphone und der Zeitschaltuhr muss das Smartphone einfach an die Zeitschaltuhr gehalten werden. Ein Praxis-Tipp: Anwender können die Zeitschaltuhr auch bequem im Büro vorprogrammieren, da die Zeitschaltuhr für Datenübertragung nicht installiert sein muss. Hier sorgt der NFC-Chip per Induktion für die notwendige Spannung.

Für welche Anwendungen bieten sich die neuen Familienmitglieder an?
M. Cloot: Die Astrouhren sind ideal zur Steuerung von Straßen- und Parkplatzbeleuchtungen geeignet, zumal sie zusätzlich eine Auszeit während der Nachtstunden ermöglichen.
Die NFC-Funktion bietet beim Einsatz in öffentlichen Gebäuden, zum Beispiel Schulen, Schwimmbädern, Supermärkten oder Verwaltungsgebäuden, den Installateuren viele Möglichkeiten zur schnellen und einfachen Programmierung.

Bei der Programmierung haben Sie sich von PC sowie Tastern und Schaltern verabschiedet. Auch bei den neuen Zeitrelais erfolgt diese mittels Joystick oder Smartphone.
M. Cloot: Es handelt sich hier um unseren neuen Smart­timer der Serie 84. Das digitale Zeitrelais bietet eine hohe Flexibilität und ist in zwei Varianten für Versorgungs­spannungen von 24 V oder 110 V bis 240 V erhältlich. Der Smarttimer verfügt über zwei unabhängig voneinander programmierbare Ausgangskontakte, die als Wechsler mit 16 A bei AC 230 V belastet werden können. Um das Zeit­relais zu programmieren, stehen dem Anwender zwei ­Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen ist dies der integrierte Joystick, über den sich die verschiedenen Funktionen und die entsprechenden Zeiten einstellen lassen. Zum ­anderen ist die besonders komfortable Alternative der ­Programmierung mit der kostenlos erhältlichen Android-App Finder Toolbox möglich.

Welche Erfahrungen konnten damit bei den Anwendern gesammelt werden?
M. Cloot: Kunden, die mehrfach wiederkehrende Programmierungen vorzunehmen haben, wissen die NFC-Funktion wegen ihrer übersichtlichen Darstellung und praktischen Handhabung sehr zu schätzen. Anwender, die Uhren an schwer zugänglichen und schlecht beleuchteten Orten einsetzen sind von unseren neuen Uhren mit der einfachen NFC-Datenübertragung begeistert.
Außerdem gibt es neue Mitglieder der Serie 18, also Bewegungs- und Präsenzmelder. Sie unterstützen nun Bluetooth, Dali und KNX.

Bitte erläutern Sie die Vorteile.
M. Cloot: Um zu erkennen, wenn eine Person einen Raum betritt, gibt es unsere neuen Bewegungs- und Präsenzmelder der Serie 18. Der Typ 18.51 für den Deckeneinbau hat einen Erfassungsbereich von 8 m × 8 m als Bewegungsmelder und 4 m × 4 m als Präsenzmelder. Der Typ 18.41 ebenfalls für den Deckeneinbau hat einen Erfassungsbereich von 30 m × 4 m und eignet sich damit für die Überwachung von Fluren und anderen Gehbereichen. Mit dem Typ 18.61, der an Stelle eines Lichtschalters in der Wand eingebaut wird, lassen sich halbkreisförmige Bereiche mit einem Durchmesser bis zu 18 m überwachen. Installiert man mehrere Geräte im Abstand von 9 m, können so auch lange Korridore überwacht werden. Die Bewegungs- und Präsenzmelder des Typs 18.51 stehen mit unterschiedlichen Schnittstellen zur Verfügung. Die Variante mit Dali-Schnittstelle kann bis zu acht Dali-Vorschaltgeräte direkt ansteuern. Alternativ ist eine KNX-Variante erhältlich, die problemlos in eine Architektur auf Basis des KNX-Busses integriert werden kann. Ergänzt durch unser Modell mit Bluetooth-Schnittstelle ist das Portfolio jetzt rund.

Eine weitere Neuheit ist der Schaltaktor für den KNX-Bus. Können Sie diesen kurz beschreiben?
M. Cloot: Mit dem Schaltaktor der Serie 19 lassen sich sechs unabhängige Ausgänge mit hohen Leistungen über KNX schalten. Das 70 mm breite Modul wird direkt über den KNX-Bus mit Spannung versorgt. In dem kompakten Schaltaktor sind sechs Relaisausgänge untergebracht, die jeweils mit 16 A bei AC 230 V belastbar sind. Diese können etwa Halogenlampen bis 2 000 W, LED bis 200 W oder Leuchtstofflampen bis 500 W (bei jeweils 230 V) schalten. Außerdem kann ein Wechselstrommotor bis zu 0,5 kW direkt angesteuert werden. Da bistabile Relais zum Einsatz kommen kann der Aktor durch den KNX-Bus versorgt werden, er braucht keine zusätzliche Energiequelle.

Welche Bedeutung hat der Gebäudebereich insgesamt für Finder?
M. Cloot: Der Gebäudebereich wird für unser Unternehmen immer wichtiger da die strategische Ausrichtung auf die Bereiche Smart Home, automatisierte Büros und öffent­liche Gebäude uns einen wichtigen Wachstumsmarkt erschließt.

www.finder.de