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Gut vernetzt zu mehr Energieeffizienz

Acti 9 Smartlink Ethernet verfügt über einen integrierten Webserver zur Konfiguration der Verbindung mit einem Ethernet-Netzwerk

Acti 9 Smartlink Ethernet verfügt über einen integrierten Webserver zur Konfiguration der Verbindung mit einem Ethernet-Netzwerk

Anders als bei herkömmlichen E/A-Lösungen mit aufwendiger und unübersichtlicher Verdrahtung setzt Acti 9 auf einfache und strukturierte Verdrahtung nach Plug-and-play

Anders als bei herkömmlichen E/A-Lösungen mit aufwendiger und unübersichtlicher Verdrahtung setzt Acti 9 auf einfache und strukturierte Verdrahtung nach Plug-and-play

Es lohnt sich nicht nur für Großunternehmen, das Thema Energieeffizienz strategisch anzugehen und in allen Bereichen das Optimierungspotenzial auszureizen. Dazu ist es allerdings erforderlich, alle Verbräuche detailliert messen, überwachen und steuern zu können. Nur dann spiegelt sich die gesteigerte Energieeffizienz auch in den Bilanzen wider. Dabei kann Acti 9 Smartlink Ethernet von Schneider Electric helfen.
Um ihre Energieeffizienz zu steigern mussten sich Groß ­unternehmen bis zum 5. Dezember 2015 einem Energie ­audit nach DIN EN 16247-1 unterziehen. Alternativ haben sie bis zum 31. Dezember 2016 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 nachzuweisen.
Kleinere und mittlere Unternehmen sind von diesen Anforderungen nicht unmittelbar betroffen. Es gibt jedoch auch für sie gravierende Anreize, in energieeffizientere Systeme zu investieren. So können Firmen, die ein Energieaudit oder ein alternatives System nach Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) vorweisen, ihre Strom- und Energiesteuerbeiträge reduzieren. Liegt außerdem eine Zertifizierung nach ISO 50001 vor, so ist es für energie ­intensive Unternehmen möglich, die Umlage nach dem ­Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) deutlich zu reduzieren.
Integration in unterschiedlichen Bereichen
Allerdings sind nur sehr wenige Betriebe in der Lage, „mit Bordmitteln“ die dafür nötigen Schritte Messen, Vernetzen und Sparen auszuführen. So gibt es im Maschinen- und Anlagenbau, der öffentlichen Infrastruktur, Rechenzentren und Bürogebäuden eine Vielzahl an unterschiedlichen Systemen. Dadurch lautet die Herausforderung derzeit vor allem, Mess- und Steuerungsgeräte in Embedded- und Standalone-Ausführung miteinander zu vernetzen und die Daten verschiedener Kommunikationsschnittstellen für unterschiedliche Energiemanagementplattformen aufzubereiten. Das Ziel sind also vor allem datenbasierte Energieeffizienzmaßnahmen: Mit der genauen Kenntnis von sämtlichen Komponenten sowie über die Steuerung in Echtzeit lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen. Das betrifft heute so unterschiedliche Bereiche wie den Verbrauch von Wasser, die Be- und Entlüftung im Rahmen der Klimatisierung, die Beleuchtung und die Heizung aber auch allgemeine elektrische Anlagen und die Energieverteilung. Eine wichtige Rolle spielt auch die Kontrolle unabhängig von Ort und Zeit. Über klassische Dashboards, Web Interfaces und mobile Applikationen sollen Verantwortliche einen möglichst klaren Einblick in sämt ­liche Bereiche der Energieeffizienz bekommen.
Ein seit jeher wichtiger Standard zur Gebäudeautomatisierung ist das Modbus-Protokoll. Es hat sich als Kommunikationssystem zur Niederspannungsverteilung weitgehend etabliert und ist durch Erweiterungen auch für künftige Anforderungen geeignet. Insbesondere die Integration des Ethernet-Standards bringt neue Möglichkeiten auf vielen Gebieten. Ein Beispiel ist Acti 9 Smartlink Ethernet von Schneider Electric, das die Funktionen von Smartlink um ­eine integrierte Ethernet-Schnittstelle und analoge Eingänge erweitert. Durch diesen Ansatz ist es möglich, unterschiedliche Technologien optimal zu verbinden. So lassen sich Daten für klassische Analogmessgeräte, etwa zur Temperatur- oder auch Feuchtigkeitsüberwachung erfassen. Über den integrierten Webserver können Smartphones, Tablets sowie PC angebunden und Schaltzustände der Reiheneinbaugeräte übersichtlich visualisiert werden.
Erleichterungen bei Installation und Betrieb
Mit entsprechenden Nutzerrechten besteht bei modernen Komponenten dieser Art die Möglichkeit Fernantriebe, Schütze oder Stromstoßrelais zu schalten. So erlauben moderne Systeme bereits in mittleren und kleinen Verteilungen den Aufbau einer kostengünstigen Energieleittechnik zur Überwachung und Steuerung – per Plug-and-play. Damit verschafft ein solches Gerät einfach und flexibel den standortunabhängigen Überblick und ­Zugriff auf den Status des kompletten Verteilers inklusive Einspeise- und Abgangsmessung.
Zudem verfügt Acti 9 Smartlink Ethernet über eine ­serielle Schnittstelle (Modbus Master) mit der bis zu acht weitere Modbus-RTU-Teilnehmer (Slaves) in die Web-Visualisierung eingebunden werden können. Dazu zählen beispielsweise zusätzliche Smartlink-Geräte zur Überwachung und Steuerung von Leitungsschutzschaltern, Acti-9-Energiezähler der Serie iEM3000 zur Abgangsmessung, Powerlogic Universalmessgeräte der Serie PM3200 für die Einspeisemessung oder Compact-NSX-Leistungsschalter zur Überwachung des Einspeiseschalters. Über Modbus TCP können alle übergeordneten Systeme, wie Touchpanels, Gebäudeautomation (DDC und GLT), Industrieautomation (SPS und Scada) und Energiemonitoringsysteme, direkt auf Zustände und Messwerte im Installationsverteiler zugreifen und bei Bedarf auch Schalthandlungen vornehmen. Acti 9 Smartlink Ethernet lässt sich nahtlos in bestehende Automationsarchitekturen einbinden und erlaubt betriebsmäßiges Schalten, Spitzenlastoptimierung, Grundlastoptimierung sowie Wiedereinschaltung nach Auslösungen.
Kommunikationssysteme der neuen Arten können nahtlos in bestehende Architekturen eingebunden werden. So garantieren die beidseitigen Doppel-Anschlussklemmen bei den Acti-9-Leistungsschutzschaltern iC60 und Acti-9- ­FI-Schutzschaltern iID für alle Anwendungsfälle den optimalen Anschluss. Die Kammschiene und das einspeisende Kabel können in separate Klemmstellen geklemmt werden. Jedes Einzelgerät ist dabei dank eines frontseitig erreichbaren Befestigungselements aus dem querverschiebbaren Geräteverbund heraus sehr leicht entnehmbar. Die hintenanliegende Kammschiene lässt freien Blick auf das Einspeisekabel zu. Der Installateur erkennt somit sofort den einwandfreien Anschluss. Außerdem lassen sich zwei Kabel mit unterschiedlichen Querschnitten ohne Zubehör anschließen. Die identische Anschlussklemmtechnik an der Ober- und Unterseite bringt darüber hinaus eine hohe ­Flexibilität.
Fazit
Erst moderne Systeme schaffen die Basis für eine wirtschaftliche Erfassung der Endverbraucher und den Aufbau eines betrieblichen Energiemanagementsystems. Mit vergleichsweise moderaten Kosten und geringem Aufwand bei Projektplanung und Installation sind damit große Sprünge in Sachen Energieeffizienz möglich. Zugleich ist es unproblematisch, entsprechende Systeme nachträglich einzubauen und sich so an eine veränderte Gebäudenutzung oder -struktur anzupassen. Damit gehen die Möglichkeiten weit über die reine Energieeinsparung hinaus.
www.schneider-electric.com

Autor:
Thomas Hammermeister, PR-Manager bei Schneider Electric in Ratingen.