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Farbtemperaturregelung mit Dali und KNX

Intelligente Schnittstelle: Das KNX-Dali-Gateway TW von Jung

Intelligente Schnittstelle: Das KNX-Dali-Gateway TW von Jung

Die Grundidee von Tunable White ist es, die Farbtemperatur dynamisch und stufenlos von Warmweiß bis Kaltweiß zu regeln. Durch die Anpassung der Farbtemperatur an den Raum verbessert sich die Wahrnehmungsqualität. So steht Tunable White dank seiner guten Farbwiedergabe zum einen für einen hohen Lichtkomfort, zum anderen aber vor allem auch für die Fähigkeit, Kunstlicht dynamisch an den menschlichen Biorhythmus anzupassen. Erwiesenermaßen kann dies die Leistungsfähigkeit des Menschen steigern und sich positiv auf seine Gesundheit auswirken.
Die Lichtindustrie stellt heute zahlreiche Leuchten bereit, die unterschiedliche Lichtfarben kombinieren können. Diese werden häufig mit Dali-Betriebsgeräten angesteuert. Dali ist die standardisierte, digitale Schnittstelle für elektronische Vorschaltgeräte (EVG). Wenige Komponenten und ein geringer Aufwand für die Verdrahtung machen es leicht, Dali für Neuinstallationen einzusetzen.
Um Dali in die Gebäudetechnik KNX einzubinden, bietet das Unternehmen Jung eine intelligente Schnittstelle: Das KNX-Dali-Gateway TW bietet die Möglichkeit, Dali-Tunable-White- und andere Dali-Leuchten in einer KNX-Installation anzusteuern. Damit lässt sich die Farbtemperatur dynamisch zwischen 1 000 K (Warmweiß) und 10 000 K (Kaltweiß) einstellen. Bei der Entwicklung war es Jung wichtig, dass die Bedienung mit den vorhandenen KNX-Sensoren erfolgen kann. Somit müssen vom Kunden nicht verschiedene Bedienelemente für die unterschiedlichen Systemsteuerungen angeschafft werden.
Vielfältige Anwendungen
Farbtemperatursteuerung findet in vielen Bereichen Anwendung. Büros oder Industriegebäude, vor allem Räumlichkeiten mit geringer Tageslichtversorgung, sind für eine dynamische Kunstlichtbeleuchtung prädestiniert. Die jeweils richtige Beleuchtung macht Mitarbeiter nicht nur wacher – sie motiviert darüber hinaus und steigert die Leistungsfähigkeit. Hierzu bietet das KNX-Dali-Gateway TW die Option, Helligkeit und Farbtemperatur relativ über die Dimmfunktion zu verstellen. Alternativ kann die Einstellung absolut auf eine vorgegebene Helligkeit und Farbtemperatur erfolgen.
Grundsätzlich lässt sich mit dem Gerät die Farbtemperatur unabhängig von der Helligkeit verändern. Aber auch die kombinierte Verstellung ist möglich. Dabei wird beim Herunterdimmmen automatisch die Farbtemperatur in den wärmeren und beim Heraufdimmen in den kälteren Bereich verschoben. Mit dieser Option wird das Verhalten einer Glühlampe nachgestellt, was von den meisten Menschen als angenehm – weil im Sehverhalten verankert – empfunden wird.
Positive Effekte
Soll der natürliche Tageslichtverlauf von Helligkeit und Farbtemperatur simuliert werden – also morgens helles/ kaltes und abends dunkleres/warmes Licht – kommt die sogenannte Effektsteuerung zum Einsatz. Diese kann über eine integrierte Wochenschaltuhr automatisiert für Wochentag und Uhrzeit abgerufen werden. Mit dieser Funktionalität werden positive Effekte beispielsweise in Krankenhäusern erzielt.
Bei Patienten, die während ihres Klinikaufenthaltes wenig oder gar nicht das Haus verlassen dürfen, kann eine dem Tagesverlauf angepasste Beleuchtung das emotionale Empfinden und damit die Regeneration unterstützen. Auch hilft eine Effektsteuerung Demenzkranken, die an einer totalen Tag/Nacht-Umkehr leiden dabei, ihren Schlaf-/Wach-Rhythmus wieder zu stabilisieren. Vor allem in Senioren- und Pflegeheimen ein wichtiger Aspekt.
Um das Dimmverhalten der angeschlossenen Leuchte dem subjektiven Helligkeitsempfinden des Menschen anzupassen, kann außerdem eine logarithmische Dimmwert-Kennlinie eingestellt werden. Auf diese Weise nimmt das Auge die aus dem Dimmen resultierenden Helligkeitsveränderungen kontinuierlich und damit optimal wahr.
www.jung.de
Autor:
Frank Eichhoff ist als Produktmanager Gebäudesystemtechnik für die Albrecht Jung GmbH & Co. KG in Schalksmühle tätig.