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Gute Beleuchtung am Arbeitsplatz Schaltschrank

Die Leuchten werden in vielen Längenvarianten angeboten: Modelle von 145 mm bis 860 mm sind verfügbar

Die Leuchten werden in vielen Längenvarianten angeboten: Modelle von 145 mm bis 860 mm sind verfügbar

Die Leuchte hat mit 20 ° einen breiten Abstrahlwinkel. Dieser sorgt für einen weit ausgeleuchteten Bereich

Die Leuchte hat mit 20 ° einen breiten Abstrahlwinkel. Dieser sorgt für einen weit ausgeleuchteten Bereich

Die unterschiedlichen Lichtfarben lassen sich zur Signalisierung von Anlagenzuständen nutzen

Die unterschiedlichen Lichtfarben lassen sich zur Signalisierung von Anlagenzuständen nutzen

Die flache LED ­Leuchte Weidmüller LED WIL Standard eignet sich für viele Anwendungen. Der Anschluss erfolgt über einen M12 ­Steckverbinder

Die flache LED ­Leuchte Weidmüller LED WIL Standard eignet sich für viele Anwendungen. Der Anschluss erfolgt über einen M12 ­Steckverbinder

Gute Beleuchtung am Arbeitsplatz hilft, Fehler zu vermeiden, und steigert sowohl die Produktivität als auch das Wohlbefinden. In modernen Büros ist sie deshalb genauso selbstverständlich wie an der Werkbank. Aber viele Arbeitsplätze führen immer noch im Sinne des Worts ein Schattendasein: Wartungsarbeiten in Schaltschränken finden oft bei schlechter Ausleuchtung statt; nicht aus Unwillen, sondern weil die Beleuchtungstechnik hier an Grenzen stieß. Mit LED ­Technologie kann sich dies ändern. Weidmüller bietet für diese Anwendungsfälle ein umfangreiches Leuchtenprogramm in verschiedenen Längen und Farben.
Die Anforderungen im Beruf steigen stetig. Konkurrenzdruck erfordert eine hohe Produktivität; außerdem werden die Aufgaben immer vielfältiger und anspruchsvoller. Gleichzeitig herrscht Fachkräftemangel. Deshalb achten die Unternehmen auf optimale Arbeitsbedingungen: Klimatisierung und ergonomische Arbeitsgeräte vom Bürostuhl bis zur Tastatur gehören dazu. Schließlich soll die Leistungsfähigkeit der Fachkräfte nicht durch Dinge wie Rückenschmerzen oder schlechte Umgebungsluft eingeschränkt werden. Auch die Beleuchtung gehört dazu. Licht kann gesund oder krankmachen, die Konzentration unterstützen oder stören, anregen oder beruhigen. Auch wenn dies schon lange bekannt ist, kommt die Forschung zu immer neuen Erkenntnissen. So wurde erst vor rund 15 Jahren der Mechanismus enträtselt, mit dem Licht den Gemütszustand beeinflusst: Das Auge enthält nicht nur die bekannten lichtempfindlichen Zellen, sondern auch sogenannte Ganglienzellen. Deren Signale werden nicht für den Sehvorgang benötigt, sondern an den Hypothalamus geschickt, das Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems. Der Hypothalamus antwortet darauf mit der Bildung von Hormonen, die den Schlaf, Hunger oder die Körpertemperatur regulieren.
Deshalb ist richtiges Licht am Arbeitsplatz entscheidend. Immerhin verbringt der berufstätige Mensch dort einen großen Teil des Tages. Ein Arbeitgeber wird schon aus eigenem Interesse auf eine gute Beleuchtung achten. Als Referenz gilt Tageslicht mit einer Farbtemperatur von 6 500 K. Außerdem soll die Beleuchtungsstärke für normale Büroarbeit 500 lx betragen. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass bei bedecktem Himmel im Freien die Beleuchtungsstärke leicht 10 000 lx erreicht, an einem sonnigen Tag am Strand können es über 20 000 lx sein. Aber selbst 1 000 lx sind mit Glühlicht oder Leuchtstofflampen nur mit einigem Aufwand zu erreichen.
Die LED ­Technik ist dabei, die Beleuchtung regelrecht zu revolutionieren. Mit ihr sind jetzt neue Leuchtenformen möglich, die mit Glühlicht oder Leuchtstofflampen undenkbar waren. Wenige Millimeter tiefe Flächenleuchten spenden strahlend helles Tageslicht, ohne zu blenden. Sogar die Lichtfarbe lässt sich über den Tag hinweg beeinflussen. So kann man im Büro oder in der Werkhalle selbst bei trüben Novemberwetter einen Sonnentag erleben. Erste praktische Versuche sind bereits erfolgt. Die technische Entwicklung der Beleuchtung könnte dank LED ähnlich rasant verlaufen, wie die der mobilen Kommunikation.
Arbeitsplatz Schaltschrank
LED ­Technik bringt auch in der Werkhalle, zum Beispiel für die Beleuchtung von Schaltschränken oder Revisionsöffnungen an Maschinen, neue Impulse. Auch dort wird manchmal lange gearbeitet. Kompakte Reihenklemmen und ähnliche Bauteile sorgen für zahllose Anschlüsse auf kleinem Raum. Die Tätigkeit erfordert hohe Konzentration, Fehler können teuer oder sogar gefährlich werden. Muss die Beleuchtung durch mühsames Hantieren mit einer Taschenlampe ergänzt werden, kostet dies Zeit und belastet den Servicemitarbeiter unnötig. Konventionelle Schaltschrankbeleuchtungen sind allerdings groß und kostspielig. In vielen Bereichen sind zudem ungeschützte Leuchtstoffröhren zu gefährlich. Dies erfordert Schutzmaßnahmen, die zusätzlich Geld und Platz kosten. Trotzdem bleibt das Resultat oft unbefriedigend.
All diese Nachteile lassen sich mit LED ­Leuchten vermeiden. Im Vergleich zu klassischen Leuchtmitteln verfügen LED über eine längere Lebensdauer, erfordern weniger Wartungskosten und reduzieren den Energieverbrauch sowie die Wärmeentwicklung. Sie sind robust, zumeist stoß ­ und vibrationsfest, bauen kompakt und verbessern die Beleuchtung auch bei beengten Platzverhältnissen. Außerdem steht ihre Helligkeit sofort und in vollem Umfang bereit.
Industrietaugliche Beleuchtung
Die LED ­Leuchten von Weidmüller wurden unter technischen und gestalterischen Aspekten eigens für Schaltschränke und industrielle Anwendungen entwickelt. Die Leuchten erzeugen mit weißem Licht mit einer Farbtemperatur von 6 500 K. Dies entspricht dem erwähnten Charakter von Tageslicht und ist deswegen für konzentriertes Arbeiten und gutes Sehen ideal. Die Ausleuchtung ist gleichmäßig und blendfrei. Drei LED ­Reihen mit trapezförmig, um 20 ° abgewinkelt angebrachten LED sorgen für einen breiten Abstrahlwinkel und damit einen weit ausgeleuchteten Bereich. In der 240 ­mm ­Version sind 42 LED installiert, in den längeren Versionen entsprechend mehr. Dank dieser Bauweise müssen Anwender die Leuchte nicht drehen, um definierte Bereiche auszuleuchten oder die Richtung zu ändern. Weidmüller WIL ­LED ­Leuchten bieten mit 140 lx im Abstand von 1 m eine hohe Beleuchtungsstärke bei niedrigem Verbrauch. Die Stromaufnahme des 860 mm langen Modells beträgt 1 680 mA, die der 240 mm langen Version 420 mA bei jeweils DC 24 V. Die Lebensdauer liegt bei mindestens 10 000 h.
Das Gehäusekonzept bietet Schutz vor Wasser und Staub gemäß IP67, sodass es selbst widrigen Umgebungsbedingungen standhält. Jedes Gehäuse ist aus einem harteloxierten Aluminium ­Strangpressprofil mit matt vernickelten Zinkdruckguss ­Kappen hergestellt. Der illuminierende Bereich ist komplett mit PUR vergossen. Es gibt weder einen luftumschlossenen Raum noch ein Sichtglas, das brechen kann. Da sich die Leuchten im Betrieb kaum erwärmen, können Kühl ­ oder Schmiermittel nicht mehr einbrennen. Sie lassen sich zum Beispiel direkt im Arbeitsraumeiner Werkzeugmaschine betreiben, ohne dass die Beleuchtungsstärke im Dauerbetrieb nachlässt. Die Leuchten werden in vielen Längenvarianten angeboten: Modelle von 145 mm bis 860 mm sind verfügbar. Außerdem gibt es neben der Standardleitung von 0,3 m jetzt auch 1,5 m, 3 m, 5 m und 10 m lange Anschlussleitungen, die eine maschinennahe Feldinstallation ohne Verlängerungsleitungen ermöglichen.
Universelle Anschlusstechnik
Der Anschluss erfolgt mit einem M12 ­Steckverbinder, das heißt, es müssen keine einzelnen Leitungen/Adern angeschlossen werden. Die Standardverkabelung erlaubt auch ein Kaskadieren, mehrere Leuchten sind also parallel anschließbar. Ein entsprechendes M12 ­T ­Stück steht im Weidmüller ­Programm abrufbar bereit. Aufgrund der geringen Stromaufnahme können Anwender optional auch direkt auf den 0,5 ­A ­Standardausgang einer SPS zurückgreifen. Mit einem 2 ­A ­SPS ­Ausgangsmodul lassen sich vier 240 mm lange Leuchten parallel schalten. Leuchten können zusammen mit Weidmüller ­Spannungsversorgungen oder mit SAI ­Verteilern und ­Kabeln erworben werden. Die geringe Spannung von DC 24 V in Kombination mit der hohen Schutzart erhöht auch die Sicherheit. Selbst wenn der Servicetechniker unter oft beengten Platzverhältnissen die Leuchte mit dem Körper oder Werkzeug touchiert, besteht keine Verletzungsgefahr. In aller Regel wird die Leuchte die raue Behandlung auch überstehen.
Auch die Montage der Leuchten ist einfach. Die Leuchten sind bereits mit Befestigungslöchern versehen, sodass kein zusätzliches Befestigungsmaterial, wie Halteclips oder ähnliches benötigt wird. Die 6,5 ­mm ­Befestigungslöcher befinden sich in einem Abstand von 225 mm zueinander, was der Montage in Standard ­Schaltschränken entgegenkommt. Zusätzlich sind Leuchtenvarianten mit Magnetbefestigung im Programm. Diese kann mittels Klebefolie auch nachträglich am Leuchtengehäuse angebracht werden. So lassen sich die Leuchten jederzeit an Maschinenteilen, Schaltschränken oder Arbeitsplätzen ohne Bohrarbeiten montieren, flexibel positionieren und rückstandfrei entfernen. Mit 40 mm Breite und 8 mm Tiefe finden die Leuchten überall Platz, etwa im Schaltschrank hinter einer Falzkante oder einfach an einer Seitenwand. Für diesen Einsatz in Schaltschränken sind die Leuchten auch mit Türkontaktschalter erhältlich. Selbst eine vorübergehende Montage ist denkbar. Der Servicetechniker platziert die Leuchte so,
wie er sie gerade benötigt, und entfernt sie nach Arbeitsende mit einem Handgriff. Bei der Variante mit langer Anschlussleitung kann er sich die Versorgungsspannung auch aus einem entfernteren Schaltschrank holen. Damit gehört die Ära der Taschenlampe zwischen den Zähnen endgültig der Vergangenheit an.
Signalisierung von Anlagenzuständen
Erwähnenswert sind Varianten, die rotes bzw. blaues Licht erzeugen. Damit lässt sich beispielsweise eine Störung an einer Maschine durch einen unübersehbar rot ausgeleuchteten Arbeitsraum signalisieren. Der Bediener wird so vor einer möglichen Gefahr gewarnt. Die Farbe Blau wird gern genutzt, um den Modus „manuelle Steuerung“, den sogenannten Tippbetrieb, zu signalisieren. Dieser wird beispielsweise für Positionieraufgaben genutzt. Die farbigen Leuchten werden noch besser wahrgenommen, als normale Signalleuchten und können ganze Maschinenteile oder ähnliche Bereiche markieren.
www.weidmueller.com

Autor:
Horst Kalla ist bei Weidmüller in Detmold für die Fachpressearbeit zuständig.