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Cloudbasierte Netzwerkarchitektur vereinfacht das Gebäudemanagement

Cloudbasierte Netzwerkarchitektur vereinfacht das Gebäudemanagement (Bild: Coreum GmbH)

Bild: Coreum GmbH

Ein eigenes Gebäudemanagement umzusetzen, ist für mittelständische Unternehmen ohne IT-Fachpersonal oft schwierig. Mit cloudbasierten Netzwerkarchitekturen lässt sich die Verwaltung der technischen Infrastruktur einfach und übersichtlich realisieren. Das zeigt sich exemplarisch an einer Umsetzung durch den System­integrator Euromicron Deutschland.

Die Gebäude sind für Veranstaltungen, wie Schulungen, Firmenfeiern und Messen, ausgelegt (Bild: Coreum GmbH)

Die Gebäude sind für Veranstaltungen, wie Schulungen, Firmenfeiern und Messen, ausgelegt (Bild: Coreum GmbH)

Die Administration der Netzwerk- und Sicherheitsarchitekturen von Firmengebäuden stellt klassische Mittelständler immer häufiger vor erhebliche Probleme. Sowohl die Gewerke der Kommunikationstechnik als auch die Systeme der IT- und physikalischen Sicherheit werden im All-IP-Zeitalter zunehmend komplexer und immer schwerer zu überblicken. Gleichzeitig verfügen viele Mittelständler nur über kleine IT-Abteilungen oder haben zum Teil überhaupt keinen eigenen IT-Spezialisten im Haus. Für die zuständigen Gebäudeadministratoren ist das oft mit Unannehmlich­keiten verbunden. Denn was dem IT-Fachmann leicht von der Hand geht, wird bei unzureichender Sachkenntnis schnell zur belastenden Aufgabe – sei es etwa die Verwaltung von WLAN-Zugriffspunkten für mobile Endgeräte oder die Ansteuerung intelligenter Netzwerkswitche für die PC- und Telefon-Anbindung. Viele Mittelständler suchen deshalb nach Lösungsansätzen, die auch Mitarbeitern ohne umfassende IT-Vorkenntnisse eine einfache und intuitive Verwaltung komplexer Architekturen ermöglichen.

Cloudlösung besonders für den Mittelstand von Vorteil

Baumaschinen stehen zum Testen bereit (Bild: Coreum GmbH)

Baumaschinen stehen zum Testen bereit (Bild: Coreum GmbH)

Eine interessante Option ist in diesem Kontext die Realisierung cloudbasierter Netzwerk- und Sicherheitsarchitekturen. Bei solchen Architekturen werden alle Netzwerkgeräte und Managementanwendungen in einer hochverfügbaren Cloud zusammengefasst und vom Anwender gemeinsam über eine zentrale Plattform gesteuert. Die Einrichtung und Verwaltung einer IP-basierten technischen Gebäudeausstattung wird dadurch erleichtert und lässt sich auch ohne IT-Spezialisierung bewältigen. Dass solche Lösungen immer beliebter werden, überrascht daher nur wenig. Auch die Kiesel-Unternehmensgruppe, einer der führenden deutschen Händler für Bau- und Umschlagmaschinen, entschied sich unlängst für solch einen Ansatz. In ihrem neuen repräsentativen Tagungszentrum „Coreum – Die Baumaschinenwelt“ in Stockstadt bei Frankfurt/M. installierte der Systemintegrator Euromicron Deutschland in allen Neubauten eine komplette Netzwerkinfrastruktur auf Grundlage der cloudbasierten Netzwerkarchitektur Cisco Meraki. Als langjähriger Cisco-Partner konnte die Euromicron Systemhausgesellschaft diese Lösung sogar zu einem Pauschalpreis anbieten, der auch Wartung und Support sowie die Installation künftiger Funktionserweiterungen beinhaltet.

Die installierte Lösung zeigt beispielhaft, welche Vorteile Architekturen dieses Zuschnitts bieten. Via Cloud lassen sich zunächst alle Netzwerkgeräte und Management­anwendungen eines Gebäudekomplexes zentral einrichten und programmieren. Zentrum der Anwendung ist das sogenannte Meraki Dashboard – eine über den Browser abrufbare Plattform, die auf die Cloud zugreifen kann.

Mithilfe des Dashboards können jederzeit alle relevanten Informationen über die einzelnen Komponenten angezeigt werden, etwa ihr Status oder die Anzahl der Nutzer, die aktuell mit ihnen arbeiten. Auch Ausfallzeiten und Auslastung sind einsehbar, und selbst Fernwartungen sind über die Plattform möglich. So hat der Anwender stets alle Elemente der IT-Infrastruktur umfassend im Blick. Das spart Arbeitszeit und Kosten, da es nur eine einzige Person braucht, um die Übersicht zu behalten und auf mögliche Probleme zu reagieren. Durch den ortsunabhängigen Zugriff auf das Dashboard kann diese Arbeit dabei ohne Weiteres an einen externen Dienstleister übertragen werden.

Hohe Übersichtlichkeit auch bei komplexer Gebäudestruktur

Diese benutzerfreundliche Lösung vereinfacht also die Netzwerkverwaltung und ist dabei beliebig skalierbar: Einmal installiert, können jederzeit weitere Geräte und Anwendungen ergänzt werden. So können auch die IT-Infrastrukturen nachträglich errichteter Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt in das Netzwerk integriert werden. Parallel dazu gewährleistet eine Firewall mit durchdachtem Zugriffsrechte­management die IT-Sicherheit der Architektur. Jedem Gerät und jedem Nutzer können individuelle Rechte zugewiesen werden. Unerlaubte Handlungen werden dadurch bereits im Ansatz erkannt und per Alarm gemeldet. Dadurch lassen sich entsprechende Schutzmaßnahmen rechtzeitig treffen und Cyberangriffe zuverlässig abwehren.

Alles in allem sorgt eine cloudbasierte Lösung, wie sie in Stockstadt realisiert wurde, also für ein hohes Maß an Übersichtlichkeit. Wie wertvoll das gerade bei großen Zentren wie dem Coreum ist, wird schon deutlich, wenn man lediglich die Flächenmaße dieses Gebäudeparks betrachtet: Auf 160.000 m² können Besucher hier die Welt der Bau- und Umschlagmaschinen in Theorie und Praxis erleben. Die verschiedenen Konferenzräume und Trainingswerkstätten sowie die große Ausstellungshalle sind ausgelegt für Veranstaltungen wie Schulungen, Firmenfeiern und Messen. Für die Bewirtung der Gäste steht ein Restaurant zur Verfügung. Hinzu kommen eine Indoor-Dauerausstellung in der Größe von 5.000 m² sowie ein 80.000 m² großer Outdoor-Baumaschinen-Park mit realitätsnahen Demonstrations-Baustellen. Hier können Besucher in Fahrertrainings unter Anleitung auch selbst den Umgang mit den Maschinen erproben. Außerdem befinden sich auf dem Gelände die Fabrik der Kiesel GmbH, in der Bau- und Umschlagmaschinen umgebaut werden, sowie das Ersatzteil- und Zubehörzentrum des Unternehmens.

Umsetzungsbeispiel Baumaschinenpark

So unverzichtbar bei einem Areal dieser Größe die Installa­tion einer überzeugenden und übersichtlichen Netzwerk­architektur ist, so aufwendig ist sie jedoch auch in der Umsetzung. Gelingen kann sie deshalb nur mit Unterstützung erfahrener Systemintegratoren, die auch mit unvorhergesehen Entwicklungen souverän zurechtkommen.

In Stockstadt etwa musste Euromicron eine kurzfristige Vorverlegung des Fertigstellungstermins um mehrere Wochen abfangen. Schichtarbeit in Kombination mit konsequenter, in zahlreichen Gebäudeprojekten erprobter Vorgehensweise stellte hier eine zuverlässige Umsetzung sicher. Den Anfang machte die Verlegung von Glasfaserkabeln zwischen allen Gebäuden und allen Technikräumen innerhalb der einzelnen Gebäude, einschließlich der Installation der zugehörigen Aktivtechnik. Darauf folgte die Verkabelung der Hardware-Komponenten, um diese anschließend in das virtuelle Netzwerk der IT-Architektur integrieren und dort miteinander verknüpfen zu können. Installierte Serverracks, Switches und WLAN-Access-Points wurden dann letztlich zentral vom Dashboard aus programmiert.

Nach dem Abschluss aller Installationsarbeiten verfügt das Coreum-Areal heute über ein leistungsstarkes Gebäudenetzwerk mit konsequentem Zugriffsrechtemanagement. Im Einzelnen installierte Euromicron 24 Access- und Core-Switches, 52 WLAN-Access-Points, 28 IP-Überwachungskameras und zwei Firewall-Gateways. Die cloudbasierte Netzwerkarchitektur wurde zum Projektende schlüssel­fertig übergeben – und das exakt innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens.

www.euromicron-deutschland.de


Uli Schunk ist als Corporate Marketing Manager für die Euromicron AG tätig.

Autor:
Uli Schunk ist als Corporate Marketing Manager für die Euromicron AG tätig.