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Siemens: Logo goes Cloud

In der neuesten Version 8.3 verfügt die Logikmodul-Reihe Logo von Siemens über eine direkte Cloudanbindung. Sie wird ab Herbst 2020 verfügbar sein. Für die Konfiguration der neuen Geräte erhält die Projektierungssoftware Logo Soft Comfort ein Funktions-Update. Mit der Version 8.3 aktivieren und konfigurieren Anwender jetzt die Cloud-Anbindung. Mit dem ebenfalls neuen, kostenlosen Logo-Web-Editor, erstellen sie anwenderdefinierte Webseiten und Dashboards in der Cloud. Außerdem können Anwender diese für ihre Automatisierungsprojekte gestalten und per Smartphone, Tablet oder PC auch aus der Cloud bedienen. Der Webserver kann direkt in der Cloud gehostet werden. Damit lassen sich Schalt- und Automatisierungslösungen in Haustechnik, Schaltschrank-, Maschinen- oder Apparatebau individuell und komfortabel über das Web visualisieren und zentral steuern – und das unabhängig von ihrem Standort. Anwender haben nun noch mehr Möglichkeiten einfach und vernetzt zu arbeiten. Durch die verschlüsselte Verbindung von der Cloud zu Logo 8.3 über das TLS-Protokoll, wird ein gesicherter Datentransfer in beide Richtungen, d.h. schreibend und lesend durchgeführt.
Die Cloud-Konnektivität stellt bei den neuen Logikmodulen ein Paradigmenwechsel dar. Musste die Logo für das Datenhandling beziehungsweise den Zugang zur Datenerfassung bisher in den Stopp gehen, bietet die Cloud durch einen Live-Zugang nun die Möglichkeit, bei laufendem Betrieb auf die gesammelten Daten zuzugreifen. In der ersten Stufe bietet Logo 8.3 die Anbindung an die Cloud von Amazon Web Services (AWS). Weitere Anbindungen wie zur Mindsphere, dem cloudbasierte, offenen IoT-Betriebssystem von Siemens sowie der Alibaba Cloud sind geplant.
Aufgrund der vielen Anbindungsmöglichkeiten wie Modbus TCP/IP, Konnex-Bus (KNX) und Ethernet, kann Logo 8.3 auch für bestehende Anlagen als Cloud-Gateway eingesetzt werden. So lassen sich beispielsweise Daten in die Cloud auslagern, die in der Steuerung nur einen begrenzten Speicherplatz haben. Somit stehen die gesammelten Daten kleiner Automatisierungsprojekte für die weitere Verarbeitung und Analyse in der Cloud zur Verfügung und ermöglicht dem Automatisierer so neue Möglichkeiten, wie Aufzeichnen und Auswerten von Energiedaten, vorrausschauende Wartung oder die Realisierung von flexiblen Service Konzepten.