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VDE FNN: Zuverlässigkeit der Stromversorgung in Deutschland weiterhin hoch

 

Die Stromversorgung in Deutschland wird nachhaltiger und klimaschonender und ist dabei sehr zuverlässig. Vor allem Netzbetreiber engagieren sich dafür rund um die Uhr. Dass sich der hohe Aufwand im Netzbetrieb lohnt und erfolgreich ist, belegt die neue VDE-FNN-Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik 2019: Über ganz Deutschland gerechnet, musste ein Stromkunde im Jahr 2019 nur zwölf Minuten ohne Strom auskommen (2018: 13,3 Minuten). Drei von vier Kunden haben im gesamten Jahr 2019 keine Unterbrechung erfahren.

Netzbetreiber leisten einen hohen Aufwand, um die Netze in den zulässigen Grenzen von Frequenz, Spannung und Leitungsbelastung zu betreiben. Die Anforderungen dabei steigen durch den Umbau auf erneuerbare Energien und unter anderem den dadurch notwendigen Stromtransport über weite Strecken: Da der Netzausbau nicht so schnell möglich ist, entstehen vermehrt Engpässe im Netzbetrieb, die die Netzbetreiber beheben müssen. Heike Kerber, Geschäftsführerin Forum Netztechnik / Netzbetrieb (VDE FNN), sagt: „Ziel ist eine gleichbleibend hohe Zuverlässigkeit der Stromversorgung. Bisher kann sich diese sehen lassen. Allerdings dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Deshalb leisten Netzbetreiber großen Aufwand, um dieses Gut aufrechtzuerhalten. Beispielsweise nutzen sie immer mehr Möglichkeiten im Betrieb, etwa die höhere Auslastung von Freileitungen bei entsprechenden Wetterbedingungen.“

2018 konnten Netzbetreiber durch Engpässe rund 3,5 % des Jahres-Bruttostromverbrauchs nicht wie geplant einspeisen lassen. Die Entschädigungen, die Netzbetreiber an die Anlagenbetreiber zahlten, lagen 2018 im hohen dreistelligen Millionenbereich.