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Branchen-Event von Danfoss und Beckhoff: Energieeffizienz in vernetzten Gebäuden

Unter dem Titel „Energieeffizienz in vernetzten Gebäuden“ stellten Danfoss und Beckhoff Automation im ­Februar 2020 in einer gemeinsamen Roadshow Möglichkeiten vor, wie Gebäude energetisch optimal geplant, errichtet und betrieben werden können. Über 130 Fachplaner, Systemintegratoren und Betreiber konnten sich in den Veranstaltungen in Hamburg, Verl, Gröbenzell bei München, Offenbach und im belgischen Antwerpen über die neuesten Entwicklungen informieren und diskutierten mit den Fachexperten über die Möglichkeiten, Herausforderungen und Chancen bei der Umsetzung energieeffizienter Strategien in ­Gebäuden.

In der Begrüßung wiesen Stefan Ebel, Produkt Portfolio Manager, Danfoss Heating, und Marcell Schmitt, Key Account Manager Gebäudeautomation bei Danfoss, auf das erhebliche Einsparpotenzial hin, das bereits mit einfachen Mitteln wie der Durchführung eines hydraulischen Abgleichs zu erreichen ist. In den Fachvorträgen wurden von Danfoss zunächst die Vorteile der druckunabhängigen Regelventile ABQM 4.0 in Kombination mit dem digitalen Stell­antrieb Novocon-S und Novocon-M vorgestellt. Mit diesen Ventilen und Antrieben lassen sich u. a. Fehlerzustände in hydraulischen Anlagen erkennen und an die über­geordnete SPS oder Gebäudeleittechnik melden.

Wie sich die Potenziale zur Einsparung von Energie bzw. die Erkennung hoher Energieverbräuche in einem technischen Monitoring erfassen lassen und Anomalien erkannt wer-den können, stellte Frank Schubert, Marketing und Training Gebäudeautomation bei Beckhoff Automation, in seinem Vortrag über IoT und Cloud Computing vor. Beckhoff-Steuerungen lassen sich mithilfe der Functions aus der Produktlinie TF67xx schnell und einfach an Cloudsysteme wie Microsoft Azure oder Amazon Webservices anbinden. Dabei stehen alle IoT-Funktionen direkt auf der Steuerung bereit. Die Notwendigkeit, ein externes Edge-Gerät einzusetzen, entfällt somit. Mithilfe des Tools Microsoft Power BI zeigte Christoph Peitz von dem Unternehmen H11 exem­plarisch die Aufschaltung der Gebäude des Fraunhofer Instituts IEM in Paderborn.

Prof. Dr. Martin Höttecke von der Fachhochschule in Münster griff in seinem Vortrag zur Umsetzung der Europä­ischen Energieeffizienzrichtlinie (EPBD = European Performance of Buildings Directive) das Thema Technisches Monitoring ebenfalls auf. In dieser europäischen Richtlinie, die in den Mitgliedsstaaten bis März 2020 umgesetzt ­werden muss, stehen vor allem die Notwendigkeit einer Gebäudeautomation sowie die geeignete Überwachung – also das technische Monitoring – im Vordergrund.

Danfoss Drives zeigte in ihrem Vortrag Wege auf, wie mithilfe von Frequenzumformern Motoren, zum Beispiel für den Betrieb von Ventilatoren in Lüftungsanlagen, energieoptimiert betrieben werden können. Für die Kombination von Motor und Frequenzumformer stellt Danfoss bereits Lösungen für die verschiedenen Energieeffizienzklassen bereit.

Wie sich die in den Vorträgen dargestellten Themen anhand der überarbeiteten Richtlinie VDI 3814 praktisch umsetzen lässt, erläuterte Frank Schubert, Beckhoff Automation, in seiner abschließenden Präsentation. Die bisher in zwei Richtlinien aufgeteilten Anforderungen an die Raumautomation (VDI 3813) sowie Gebäudeautomation (VDI 3814) wurden harmonisiert und zusammengefasst. Die meisten Blätter dieser Richtlinie sind bereits erhältlich. Für einen energetisch optimalen Betrieb sind neben den Verantwortlichkeiten aller am Bau Beteiligten auch die eindeutige Formulierung der Anforderungen an das Gebäude durch Lastenhefte sowie die Qualifikation der unterschiedlichen Personen klar festzulegen. Mithilfe der in der Richtlinie enthaltenen Checklisten lassen sich die praktische Umsetzung dieser Anforderungen überprüfen und fehlende Vorgaben oder Dokumente leichter erkennen.

Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte F. Schubert in einer praktischen Vorführung, wie der beim Österreichischen Bundesheer ÖBH entwickelte digitale Zwilling eine automatisierte Überprüfung der Planung und Systemintegra­tion umsetzt. Auch hier kommt als zentrales Element die Funktionsliste nach der Richtlinie VDI 3814 zum Einsatz, ergänzt durch die Planungsvorgaben sowie einen Export des umgesetzten SPS-Programms. Bevor die Anlage in Betrieb gesetzt wird, erfolgt eine automatisierte Prüfung mithilfe der in der Tabelle integrierten Excel-Makros.