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Videoüberwachung für viele Anwendungen

Die Sensormodule der M15 sind austauschbar. So kann die Kamera an veränderte Anforderungen angepasst werden

Die Videoanalyse-Software Mx Analytics kann unter anderem mit Heatmaps anzeigen, welche Regionen eines gesicherten Bereichs am häufigsten frequentiert werden

Die Doppel-Hemispheric-Kamera S15 verfügt über zwei Objektiveinheiten. So lassen sich mit einer Kamera zwei nebeneinander liegende Räume lückenlos absichern

Das Erkennen und Lokalisieren von Störungen und Gefahren, die Unterstützung bei Produktionsprozessen, die Sicherung sensibler Bereiche und Objekte, die Alarmverifikation, der Schutz vor Einbruch, Diebstahl und Vandalismus sowie die Personen- und Fahrzeugkontrolle oder Gewinnung von Bewegungsdaten: Der Einsatz der Videoüberwachung ist vielfältig. Aus diesem Grund steigen auch die Anforderungen an die Systeme. An leistungsstarken Netzwerkkamera-Systemen mit allen Vorteilen der digitalen Technik führt daher kaum noch ein Weg vorbei.

Leistungsstarke Videotechnik ist heute eine Grundvoraussetzung für bedarfsgerechte Sicherheitslösungen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Was dabei verwundert: Die Mehrzahl aller aktuell installierten Videosicherheitssysteme ist veraltet. Denn noch fast 70 % aller Installationen basieren auf der analogen Technologie. Zwar können verschiedene Standardanforderungen mit diesem Ansatz abgedeckt werden, doch stoßen Analogsysteme an vielen Stellen schnell an ihre Grenzen. Es gibt folgerichtig zahlreiche Gründe, die für Netzwerkkameras sprechen.
Um die aktuellen und künftigen Anforderungen der Kunden an eine Videosicherheitslösung noch besser bedienen zu können, hat Mobotix seine neueste Kamerageneration (S15, M15, D15 und V15) mit einer 5-Megapixel-Technologie ausgestattet. Die deutlichste Verbesserung, von der die Anwender durch den neuen Sensor profitieren, ist die hohe Bildqualität selbst in schwierigen Umgebungsbedingungen. Die Lichtempfindlichkeit ist jetzt bis zu vier Mal höher als bei Kameras mit 3-Megapixel-Sensor. Dies steigert die Bildqualität bei schlechtem Wetter oder bei Dunkelheit und garantiert so auch bei diesen Szenarien gute Farbbilder. Dabei ist die maximale QXGA-Auflösung 2,5-mal detailreicher als Full HD. Ein weiterer Vorteil ist, dass die neue Sensortechnik in Kombination mit der Vorverarbeitung der Bild­daten direkt in der Kamera eine Bildrate des Videostreams von bis zu 30 Bildern pro Sekunde erreicht.

Verbesserte Zoom-Funktion
Der maximale Zoom ist bei den neuen Kameras ebenfalls höher. Bei Farbsensoren wurde er um 27 %, bei Schwarz-Weiß-Sensoren um 200 % erhöht. Das führt nicht nur zu detailgenaueren Bildern, sondern ermöglicht auch Kamerapositionen, die weiter von den zu sichernden Bereichen entfernt sind. Anwender profitieren so von einer höheren Flexibilität bei Planung und Installation.
Weitere Möglichkeiten und eine zusätzliche Investitions­sicherheit garantiert das Kamerasystem, weil es auf ­einem Plattformgedanken beruht. Durch die einfache Austausch­möglichkeit von Objektiveinheiten bietet es zahlreiche flexible Einsatzmöglichkeiten. Anwender, die sich beispielsweise dafür entscheiden, eine S15 zunächst nur bei Tag einzusetzen und mit zwei 90°-Objektiven auszustatten, treffen diese Wahl mit dem Wissen, die Kamera jederzeit an sich wandelnde Anforderungen anpassen zu können. Anstatt eine neue Kamera zu kaufen, in das Netzwerk zu integrieren und zu installieren, lässt sich das bestehende System einfach modifizieren oder erweitern. So kann die S15 für den Einsatz bei Dunkelheit durch den Tausch eines der beiden Tagobjektive mit einem Nachtsensormodul nachgerüstet und auf neue Bedingungen oder Anwendungsszenarien angepasst werden.
Doch nicht nur hochwertige Hardware ist wichtig. Immer mehr Kunden fragen nach Zusatznutzen. Die neuen S15-, M15-, D15- und V15-Kameramodelle bringen einen Mehrwert, denn sie sind mit dem Mx-Activity-Sensor für die kameraintegrierte Bewegungsanalyse ausgestattet. Diese ein­fach zu konfigurierende Software registriert zielgerichtete Bewegungen von Personen und Objekten, während nicht relevante Veränderungen im Beobachtungsbereich ignoriert werden. Sobald die Software der Kamera mit ­einem Klick aktiviert wird, startet die Analyse im definierten Bildbereich. Bewegt sich eine Person oder ein Fahrzeug durch das Sichtfeld, löst die Software in der Kamera eine Alarmfunk­tion aus. Das kann eine Videoaufzeichnung, ein Anruf, eine ­E-Mail, eine SMS oder eine andere im Vorfeld definierte Aktion sein. Nicht relevante Veränderungen im Bild, wie Schneefall, Regen, Bewegungen von Wolken und Bäumen oder Licht und Schatten, ignoriert die Software und kann so die Zahl der Fehlalarme um bis zu 90 % reduzieren. Auf diese Weise sinkt der zeitliche Aufwand zur Beurteilung der gelieferten Bilder. Gleichzeitig bedeutet es auch, dass Anwender – besonders bei Systemen mit vielen angeschlossenen Kameras – Bandbreite und somit Kosten einsparen können.

Gewinnung marketingrelevanter Daten
Aber auch die Gewinnung marketingrelevanter Daten, besonders gefragt im Einzelhandel, ist mit Videosicherheits­lösungen möglich. Durch welchen Eingang gehen am Tag wie viele Personen herein und hinaus? Welche Regale in einem Shop sind die größten Publikumsmagnete in diesem Monat? Bislang waren dazu eine mehr oder weniger umfangreiche Ausstattung mit Zählsystemen, Auswertungssoftware und entsprechende Rechner notwendig. Mobotix bietet über die Kombination von On-board-­Videoverarbeitung und On-board-Videoanalyse diese Leistung in der hemisphärischen Q24-Kamera ohne zusätzliche Kosten.
Für die Videoanalyse wurde die kamerainterne Bilddatenverarbeitung weiterentwickelt. Sie ist in der Lage, Personen und Objekte zu verfolgen und statistische Daten zu sammeln. Hierzu werden Bewegungskarten (Heatmaps) angelegt und Zähllinien im Bild ausgewertet. Die Kamera erfasst, wie oft jede Zähllinie innerhalb eines bestimmten Zeitraums überschritten wird. In einer Heatmap werden die am häufigsten frequentierten Bereiche farblich markiert. Die Ergebnisse werden kameraintern gespeichert und lassen sich über verschiedene Schnittstellen exportieren.
Einzelhändler können sich so maßgeschneiderte Reports (sowohl Kundenzählung als auch Heatmaps) zusammen­stellen und vollautomatisch per E-Mail zusenden lassen. Ein wichtiger Aspekt hinsichtlich des Datenschutzes und der Wahrung von Persönlichkeitsrechten der Mitarbeiter und Kunden: Es werden nur die Metadaten verwendet und exportiert.

www.mobotix.de

Autor:

Dr. Magnus Ekerot ist Vertriebsvorstand der Mobotix AG in Langmeil.

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