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Vernetzte Türkommunikation für alle Einsatzbereiche

Das Modell Doorline Pro Exclusive lässt sich an Telefonanlagen mit analoger Nebenstelle, aber auch an WLAN-Router mit integrierter TK-Anlage über einen a/b-Port anschließen

Das Modell Doorline Pro Exclusive lässt sich an Telefonanlagen mit analoger Nebenstelle, aber auch an WLAN-Router mit integrierter TK-Anlage über einen a/b-Port anschließen

Das System Doorline leitet das Türgespräch über die vorhandene Telefonanlage auf das Telefon. Somit kann man beispielsweise über das Schnurlostelefon oder auch Handy auf den Besuch reagieren

Das System Doorline leitet das Türgespräch über die vorhandene Telefonanlage auf das Telefon. Somit kann man beispielsweise über das Schnurlostelefon oder auch Handy auf den Besuch reagieren

Vernetzte Türsprechanlagen bieten Unternehmen wie Privatanwendern viele Vorteile. Auch der Installationsaufwand ist mitunter geringer als bei klassischen Varianten. Sogenannte Doorline-Türsprechanlagen nutzen ganz einfach die vorhandene TK-Anlage. So wird aus dem Telefon oder auch Handy eine Gegensprechanlage. Mit dem richtigen Know-how und Zubehör lassen sich bei Bedarf selbst komplexe Szenarien für Privathäuser oder ganze Gebäudekomplexe realisieren.

Die erste Doorline-Türsprechanlage wurde bereits vor über 20 Jahren im Auftrag der Deutschen Telekom entwickelt. Doch auch wenn das Prinzip nicht neu ist und mit Telegärtner Elektronik auch weiterhin dieselbe Firma hinter den Türsprechanlagen steckt, hat sich seitdem viel geändert. Ob Tiefgarage oder entlegenes Warenhaus, ob Einfamilienhaus oder Bürokomplex mit vielen unterschiedlichen Firmen: Mittlerweile gibt es für jede Situation und jeden Einsatzbereich eine passende Lösung. Das liegt auch an der flexiblen Anschlusstechnologie.
Je nach Modell lassen sich die intelligenten Türsprechstellen nunmehr per a/b-Port, Dect-Funk oder IP einfach mit der Telefonanlage verbinden. So wird aus dem ganz normalen Schnurlostelefon oder auch Handy eine mobile Gegensprechanlage, die jederzeit und überall griffbereit ist.
Einsatz in Privathäusern und Unternehmen
Viele Haus- und Wohnungsbesitzer scheuen den Aufwand, den die Installation einer Türsprechanlage üblicherweise mit sich bringt. Hinzu kommt, dass herkömmliche Türsprechanlagen zumeist aus einem Außen- sowie einem Innenteil bestehen. Da das Innenteil an einer Stelle im Haus fest installiert wird, muss man als Nutzer jedes Mal zur Gegensprechanlage eilen, selbst wenn man gerade auf dem Dachboden, im Bad oder im Garten ist. Auch dieser begrenzte Mehrwert hält viele Hausbesitzer von der Installation einer Türsprechanlage ab.
Das System Doorline löst dieses Problem, indem es über die vorhandene Telefonanlage das Türgespräch auf das Telefon leitet. Somit kann man beispielsweise über das Schnurlostelefon oder auch Handy sofort und überall auf den Besuch reagieren – selbst von unterwegs. Ist die Tür nicht verriegelt, kann sie über das Telefon auch gleich geöffnet werden. Für Unternehmen bedeutet das u. a., dass beispielsweise der Pförtner selbst dann auf die Klingel reagieren kann, wenn er gerade im Gebäude unterwegs ist. In Unternehmen, die keinen Pförtner oder Empfang haben, kann die Rufnummer eines Mitarbeiters hinterlegt werden. Die Einrichtung von Gruppenrufen ist ebenfalls möglich, wenn dies von der Telefonanlage unterstützt wird. In diesem Fall klingeln mehrere Telefone gleichzeitig – beispielsweise beim Empfang und im Lager oder sämtliche Telefone in einer Abteilung.
Bei allen Doorline-Modellen (außer Touch XS IP) kann zusätzlich zu den hinterlegten Nummern eine Abwesenheitsnummer angelegt werden. Bei Bedarf lässt sich diese aktivieren und alle Rufe werden auf diese eine Nummer geschaltet. Da diese Funktion u. a. von Apotheken für Nacht- und Wochenenddienste genutzt wird, wird sie auch als Apothekerschaltung bezeichnet. Im Privatbereich ist diese Funktion beispielsweise für einen gemeinsamen Familienausflug praktisch.
Einfacher Anschluss an die vorhandene TK-Anlage
Das Top-Modell Doorline Pro Exclusive lässt sich an Telefonanlagen mit analoger Nebenstelle, aber auch an WLAN-Router mit integrierter TK-Anlage über einen a/b-Port anschließen. Dazu gehören die weitverbreiteten Fritzbox-Router von AVM, aber auch viele andere Geräte etwa von der Deutschen Telekom. Je nach verwendeter Telefonanlage benötigt man eine Leitung mit RJ11- oder TAE-Anschluss sowie einen Klingeltrafo für die Türglocke beziehungsweise den Türöffner. Die Verbindung mit der integrierten Telefonanlage einer Fritzbox erfolgt im Normalfall über zwei Klingeldrähte, die als a/b-Leitung dienen. Je nach Wunsch lassen sich auch noch weitere Geräte an die Türsprechanlage anschließen.
Je nach gewünschtem Funktionsumfang lohnt sich auch ein Blick auf die Doorline Slim Dect, die per Dect-Funk mit vielen Dect-GAP-fähigen Routern verbunden werden kann. Neben der Spannungsversorgung, die bei jedem Doorline-Modell über das mitgelieferte Netzteil erfolgt, sind dann für den Normalbetrieb keine weiteren Leitungen notwendig.
Bedarfsgerechte Schaltzeiten, Zeitpläne und Rufumleitungen
Die Doorline Pro Exclusive bietet bis zu vier Klingeltasten. Diese werden über einen 4,3 Zoll großen Touchscreen ausgelöst. Die Konfiguration ist sowohl über den Touchscreen als auch über Bluetooth und der hauseigenen Software möglich. Die grafische Oberfläche lässt sich je nach Einsatzzweck und Vorlieben individuell gestalten. Neben einem Hintergrundbild lässt sich für jede Klingeltaste eine beliebige Schriftart festlegen. Die Grenzen setzt dabei allein die Schriftauswahl auf dem für die Konfiguration genutzten PC. Über den PC bzw. Bluetooth können auch Hintergrundbilder und Klänge auf die Doorline übertragen werden. Zudem lassen sich so Schaltzeiten, Zeitpläne und Rufumleitungen verwalten. Die Einrichtung etwa der Helligkeit, Farben und Codeschloss-Funktion für das Öffnen der Tür ohne Schlüssel ist auch über den Touchscreen möglich.
Mit den beschriebenen Optionen ist es also möglich, dass Unternehmen ihr Logo und ihre Hausschrift auf der Doorline darstellen können – selbst dann, wenn mehr als ein Unternehmen die Anlage nutzt. Die Einstellungen lassen sich leicht ändern, was nicht zuletzt bei Mietobjekten nützlich ist. Die Einrichtung der zeitabhängigen Funktionen ist vor allem für Unternehmen wie Arztpraxen oder Anwaltskanzleien interessant. Die Doorline Pro Exclusive lässt sich so einstellen, dass der Klingeltaster zu festgelegten Zeiten direkt als Türöffner fungiert – beispielsweise zu Büro- und Sprechzeiten, wenn der Empfang durchgehend besetzt ist. Zudem kann das System so eingestellt werden, dass das Eingabefeld für die Zugangskontrolle direkt angezeigt wird, wenn man sich der Türsprechanlage nähert. Mitarbeiter, die den Zugangscode kennen, können sich so ohne Schlüssel selbst die Tür öffnen.
Mehr Möglichkeiten mit Switch- bzw. IO-Box
Die Doorline Pro Exclusive ist ab Werk für die Verknüpfung mit einer Telefonanlage ausgelegt und verfügt über zwei potenzialfreie Relais zum Schalten eines Türgongs und eines Türöffners. Allerdings bietet Telegärtner als Zubehör Switchboxen an, sodass bis zu vier verschiedene Telefonanlagen angebunden und vier zusätzliche Relais genutzt werden können. Der Einsatz von Switch-Boxen macht auch dann Sinn, wenn man zu Hause ein eigenes Büro mit eigener TK-Anlage betreibt. Statt des Privattelefons klingelt dann das Telefon im Home Office.
Werden lediglich zusätzliche Relais benötigt, empfiehlt sich die IO-Box IO-332, mit der die Doorline drei weitere potenzialfreie Schaltausgänge erhält. Die Montage erfolgt direkt an der Wand oder über beiliegende Rastnasen auf einer Tragschiene. Konfiguriert wird die IO-Box über den Touchscreen oder den PC-Konfigurator. Die Doorline Pro Exclusive selbst ist für eine Montage auf einer Standard-Unterputzdose ausgelegt. Für den Wechsel von Unterputz-Doorline-Classic-Modellen gibt es entsprechende Adapter als Zubehör.
Telefonbuch für bis zu 1 000 Personen
Neben der Doorline Pro Exclusive, der Doorline Slim und der neuen Doorline Slim Dect bietet Telegärtner auch noch eine IP-basierte Türsprechanlage an, die über eine integrierte Kamera sowie über ein Telefonbuch mit bis zu 1 000 Einträgen verfügt. Selbst in einem großen Gebäude oder Firmencampus mit vielen verschiedenen Unternehmen kann mit dieser Anlage jedes Unternehmen individuell mit eigenem Logo auf dem gemeinsamen Eingangsterminal oder der Parkplatzeinfahrt erscheinen. Durch das Berühren des Logos öffnet sich das Verzeichnis der Ansprechpartner der jeweiligen Firma – bei Wunsch sogar mit Anzeige eines entsprechenden Kontaktbilds. Durch einen weiteren Touch auf den entsprechenden Eintrag des Mitarbeiters werden Besucher direkt mit ihrem Ansprechpartner per Video und Audio verbunden. Optional kann mit diesem Modell auch ein RFID-Kartenleser genutzt werden, sodass sich autorisierte Mitarbeiter schlüssellos die Tür öffnen können.

www.telegaertner-elektronik.de

Autor:
Tillmann Braun ist als freier Fachautor in Haiterbach tätig.